FUSSPILZ

 

Pilze lieben feuchte und warme Stellen, deshalb bilden schwitzende Füße ("Schweißfuß") ideale Voraussetzungen für die Ansiedlung eines Fußpilzes. Auch die Ansteckung über Schwimmbad und Schuhe ist möglich.

Wenn sich der Fußpilz (Tinea pedis) einmal angesiedelt hat, dauert es, selbst bei konsequenter Behandlung, einige Wochen bis Sie ihn wieder los sind. Daher ist schnelles Handeln wichtig.

Leider kommt es häufig vor, das der Fußpilz wieder kommt und sich sogar noch auf andere Körperstellen ausweitet oder verlagert, wie z.B. auf die Fuß,- bzw. Fingernägel (Nagelmykose). Aber auch andere Körperstellen z.B. Haut (Tinea corporis) oder Oberschenkel bzw. Leistenbereich (Tinea inguinalis) können betroffen sein.

Die folgenden Tipps wollen Ihnen helfen, damit es erst gar nicht zur Ausweitung oder zum Rückfall der Pilzbesiedelung kommt.

  • BITTE BEACHTEN

    Wählen Sie aus der Vielzahl der folgenden Tipps einen, maximal zwei aus, mit denen Sie gegen Ihren Fußpilz individuell vorgehen.                                                      Viel hilft nicht immer viel.                                         Stimmen Sie Ihren Behandlungsplan mit einem Arzt oder Heilpraktiker Ihres Vertrauens ab!


  • Verwöhnen Sie Ihre Füße: Zu Beginn einer Pilzinfektion (rissige Haut mit/ohne Blasen, brennendes Gefühl mit Juckreiz) hilft neben der unerlässlichen Hygiene auch, so oft es geht Barfuß laufen. Das sorgt für eine optimale Belüftung der Füße. Gönnen Sie sich und Ihrem Fuß, so oft es geht, eine Pause. Machen Sie Fußbäder mit alkalischen Salzen um die Haut zu entsäuern.                                                 Bekannt ist, dass die Füße als "3.te Niere" funktionieren. Das heißt, dass Sie über die Fußbäder auch den gesamten Körper erreichen und entsäuern können.

  • Falls wunde Stellen in Ihren Zehenzwischenräume aufgetreten sind, dann können Sie Kompressen auf die entzündeten Stellen legen. Dies lindert die Entzündung, den Wundschmerz und den Juckreiz.

  • Ein Salzbad hilft: Baden Sie Ihre Füße zwanzig bis dreißig Minuten in einer alkalischen Salz- bzw. Solelösung (z.B. "meine Base" von Jentschura) : Substanz entsprechend der Anwendungshinweise auflösen und dann in eine Fußwanne geben. Dieses Bad so oft machen (1-2 mal täglich) bis der Fußpilz verschwunden ist (ca. 2-3 Wochen). Solche Salzfußbäder beugen auch einer erneuten Pilzbildung vor – sind also bestens zur Vorbeugung gegen erneutes Pilzwachstums geeignet. Außerdem sind sie geeignet zur Verminderung des Fußschweißes.

  • Auch eine Paste aus Backpulver leistet hilfreiche Dienste bei Fußpilz zwischen den Zehen. Dazu das Backpulver mit wenig lauwarmen Wasser verrühren und dies Paste auf die betroffenen Zehenzwischenräume auftragen. Kurz einwirken lassen und wieder abspülen. Danach den Fuß gut abtrocknen und Puder auftragen.

  • Abgestorbene Hautreste sorgsam entfernen, denn sie können noch lebensfähige Pilznester enthalten (Übertragungsgefahr!). Nach einem Wannenbad bzw. Duschen gut nachspülen! Achten Sie auf Ihre Fußnägel, denn sie sind ein bevorzugter Nistplatz für chronischen Fußpilz! Reinigen Sie Ihre Nagelunterseiten alle zwei bis drei Tage vorsichtig, damit Sie keine Verletzungen setzen (darin siedeln gern wieder neue Pilzkulturen). Auch wenn die Pilzinfektion bereits abgeklungen ist, sollten Sie die besondere Pflege weiterführen.

  • Gutes Schuhwerk: keine Plastik- oder Gummischuhe (Feuchtigkeitsstau!). Baumwolle oder Leder ist das beste Material. Schuhe zweimal täglich wechseln und gerade nicht gebrauchtes Schuhpaar ausreichend lange trocknen lassen (ca. 24 Stunden). Zusätzlich immer wieder mal ein Antifußpilz-Spray oder Puder verwenden (desinfizierender Effekt!).

  • Tragen Sie ausschließlich Baumwollsocken, die Sie wie die Schuhe auch täglich, am besten zweimal täglich wechseln (keine Synthetiksachen!).

  • Ein gutes Rezept: 30 Gramm Salbei und 30 Gramm Agrimoniawurzel (in Apotheken erhältlich) mit zwei Gläsern Weißwein mischen und diese Mischung in einem Kochtopf 20 Minuten lang kochen. Danach abkühlen lassen und den Fuß in diesem Sud mehrmals eintauchen.

Weitere Kräuter gegen Fußpilz:

  • Knoblauch (Allium sativum) : eines der häufigsten und empfehlenswertesten Antipilzmittel (Antimykotika / Antiseptika). Knoblauchknolle ist vor allem bei der Behandlung von Hefepilzinfektionen (auch Intimbereich) wirksam.

    Fußbad mit Knoblauch: mehrere zerdrückte Zehen in warmes Wasser geben und ein wenig medizinischen Alkohol (Äthanol) dazu geben.

    Knoblauchöl Anwendung: einige zerdrückte Knoblauchzehen ein bis drei Tage lang in Olivenöl ziehen lassen, danach abseihen und das so gewonnene Knoblauchöl mit einem Wattebäuschchen zweimal täglich zwischen Ihre Zehen auftupfen.

  • Ingwer (Zingiber officinale) : Ingwer als Tee oder als Sud (dreimal täglich) zu sich nehmen. Enthält die Caprylsäure – das zweitbeste Mittel gegen Pilze (nach Knoblauch).

    Zubereitung des Suds: 30 Gramm Ingwerwurzel pro Tasse mit kochendem Wasser zubereiten; diesen Tee 20 Minuten lang kochen und legen Sie dann einen darin getränkten Wattebausch oder Gazetuch auf die befallenen Hautstellen.

  • Süßholz (Glycyrrhiza glabra) : In der Süßholzwurzelknolle stecken 25 pilzabtötende (fungizide) Substanzen (gut wirksam auch bei Körperbefall – Trichophytie!). In das oben genannte Knoblauchfußbad einfach ein wenig zerkleinerte Süßholzwurzel geben!

    Oder ein Sud mit Süßholzwurzel: Fünf bis sieben Eßlöffel von dem getrockneten Kraut pro Tasse mit kochendem Wasser  20 Minuten lang kochen und den Sud abkühlen. Legen Sie ein darin getränkten Wattebausch oder ein Gaze- oder Baumwolltuch auf die befallenen Hautbezirke.

  • Myrtenheide (Melaleuca, verschiedene Spezies): das besser unter dem Namen Teebaumöl bekannte und gut wirksame Antipilzmittel (Antiseptika) ist sehr nützlich. Verdünnen Sie das Öl mit der gleichen Menge Wasser oder reinem Pflanzenöl (Olivenöl o. ä.) und tragen Sie dann diese Mischung dreimal täglich direkt mit einem Wattebausch oder einem Baumwolltuch auf die betroffenen Hautbezirke auf.  Bitte nicht einnehmen!

  • Kamillenöl : oft Bestandteil vieler rezeptfreien Antiseptika. Anwendung genauso wie bei Teebaumöl – beide Öle können auch gern gemischt werden! Vorsicht Heuschnupfen - Patienten: Kamille kann allergische Reaktionen hervorrufen!

  • Sonnenhut (Echinacea, verschiedene Spezies) : Die immunstimulierende Wirkung wird bei Hefepilzinfektionen geschätzt, ist aber genauso wirksam bei Fußpilzinfektionen. Am besten zur äußerlichen Anwendung geeignet ist eine Tinktur. Innerlich können Sie die Tropfen zu einem Saft geben, um die Wirkung der Kräuterkur zu erhöhen!

  • Orangenwurzel (Hydrastis) : [nur über Internet beziehbar] Diese Kraut enthält Berberin, ein ausgezeichnetes biologisches Antibiotikum, daß stark pilztötende Eigenschaften aufweist. Aber auch andere Pflanzen mit gelber Wurzel enthalten diese Substanz z.B. Berberitze, Goldfaden, gemeine Mahonie und Gelbwurzel
    Angewendet wir meist ein Orangenwurzel-Tinktur, die i.d.R. dreimal täglich mit Saft vermischt getrunken wird (mit der Dosierung an die Packungsbeilage halten).

    Herstellung eines Suds: fünf bis sieben Teelöffel von dem getrockneten Kraut pro Tasse Wasser aufkochen und 20 Minuten lang köcheln. Danach den Sud abkühlen lassen und bei angenehmer Temperatur einen darin getränkten Wattebausch oder ein Baumwolltuch auf die befallenen Hautzonen auftragen (dreimal täglich).

  • Zitronengrasöl: erhebliche fungizide Wirkung; zum Beispiel als Tee: 3 – 4 mal täglich eine Tasse trinken. Nutzen Sie die gebrauchten Teebeutel, um sie auf die befallenen Hautareale aufzulegen.

  • Oregano-Öl: wirkt auf natürliche Weise gegen Bakterien und Pilze! Zum Beispiel: 5 – 10 Tropfen Oregano-Öl in Flüssigkeit einnehmen.

  • Zimt und andere pilztötende Kräuter : zum Beispiel als Teemischung: Fenchel, Pfefferminze, Zimt, Orange, schwarze Johannisbeere, Salbei, Thymian, grüne Minze. Weitere pilzabtötende Kräuter: Dill, Estragon, Basilikum, Rotklee, Zitrone.

  • Safranwurz : zum Beispiel Safranwurzöl mit Wasser verdünnen (1:2) und diese Mischung direkt auf die betroffenen Hautareale auftragen (Wattebausch/Baumwolltuch).

Beachten Sie: eine zu kohlenhydratreiche Ernährung fördert das Pilzwachstum. Deshalb am besten einige Wochen lang Ihre Ernährung auf Rohkost (Obst und Gemüse) umstellen. Das reinigt und entschlackt nicht nur den Körper sondern entsäuert ihn auch und hilft zudem auch lästige "Pfündchen" los zu werden.

Falls ein zusätzlicher Pilzbefalls Ihres Dickdarmes festgestellt wurde, dann ist die reichliche Zufuhr an Acidophilus-Kulturen für mehrere Tage sehr hilfreich. Damit unterstützen Sie den Aufbau Ihrer so wichtigen Darmflora

Gute empfehlenswerte Saftmischungen bei (Fuß-) Pilzbefall:
Frisch gepresste Säfte aus, Karotten-, rote Beete und Gurken oder Karotten und Spinat oder auch alleinig KarottenSaft


Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Behandlung

und beste Gesundheit